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Am 10.04.2010 startet die Demo um 14 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz gegenüber vom Hauptausgang des Hauptbahnhofes. Die Route führt durch die westliche Innenstadt; bei zwei zentralen Zwischenkundgebungen werden u.a. Redebeiträge zur aktuellen Situation in Essen verlesen.

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NPD Wahlkampfauftakt entfällt!

NPD-NRW Wahlkampfauftakt – Anmeldung zurückgezogen

Nachdem seit Wochen aus verschiedenen Richtungen zu hören war, dass die NPD am 10.04 in Bochum ihren Wahlkampfauftakt für NRW mit einer Kundgebung starten wollte, wurde jetzt bekannt, dass diese Anmeldung zurückgezogen wurde.

Die NPD hatte von Anfang an nicht für diesen Termin mobilisiert oder ihn in irgendeiner Form beworben, lediglich die verschiedenen Gruppen in Bochum hatten sich auf diesen Termin vorbereitet.

Daher wurde erst einmal am Termin für die Demonstration zum Jahrestag der Oseberg-Eröffnung festgehalten.

Wie sich zeigte, konnte die NPD NRW an diesen Wahlkampfauftakt nicht festhalten, welche Gründe dies hat, sei es mangelnde Kapazitäten oder die erfolgreichen, antifaschistische Konzepte an diesem Tag, bleiben offen.

Deshalb am 10.04 nach Essen und gegen rechten Lifestyle auf die Straße gehen.

Aufruf zur Demonstration am 10.04.2010

Seit dem 3.April `09 existiert in Essen mit “Oseberg” ein Bekleidungsgeschäft der in der rechten Szene beliebten Marke Thor Steinar.
Es ist die neunte Filiale der Kette bundesweit und die erste in NRW. Das Label wehrt sich seit einiger Zeit juristisch dagegen als rechtsextrem bezeichnet zu werden, aber das ehemalige Logo wies eindeutige Bezüge zu Organisationen der NS-Zeit auf. Der Name Thor Steinar setzt sich zusammen aus Thor, dem nordischen Donnergott und Felix Steiner, einem SS-Hauptmann. So steht das Label für eine konstruierte Traditionslinie eines völkischen Nationalismus. Durch diese versteckten Inhalte wird versucht, extrem rechte Symbolik mit Hilfe normaler Klamotten gesellschaftsfähig zu machen, es soll ein „bürgerlicher“ rechter Lifestyle entstehen.

Direct Action

Schon kurz nach der Eröffnung des Ladens bildete sich das „Bündnis gegen Oseberg“, ein Bündnis aus Parteien, Anwohner_innen und linken Organisationen. Bereits drei Tage nach der Eröffnung fand eine erste Protestdemonstration statt, an der 200 Menschen teilnahmen. Am 18. April und 06. Juni 09 folgten Demos mit 200 und 500 Teilnehmer_innen. Darüber hinaus wurde der Laden Ziel zahlreicher direkter Aktionen. Die Schaufenster wurden mehrfach zerstört, weshalb sie inzwischen mit schwarzen Holzplatten verkleidet sind. Nach einem Farbanschlag mit einem Feuerlöscher musste der Laden sogar mehrere Tage geschlossen bleiben.

Say auf Wiedersehen…
Die Demo am 10. April `10 wird in Kooperation von der Antifa Essen Z und der Antifa.youth.essen organisiert. Zu diesem Zeitpunkt existiert “Oseberg” bereits seit über einem Jahr. Protest außerhalb ohnehin antifaschistisch aktiver Zusammenhänge gab es nicht. Mehr und mehr drängt sich der Eindruck auf, die Stadt Essen wolle – insbesondere vor dem Hintergrund des Kulturhauptstadtjahres – die Augen vor dem Problem einer sichtbaren rechten Szene und der dazugehörigen Infrastrukturen verschließen.
Doch die altbekannte Vogel-Strauß-Taktik ändert nichts an den Tatsachen:
Erneut wird die NPD Infostände aufbauen und öffentlich gegen Migrant_innen und Linke hetzen.
Erneut wird die rechte Partei PRO NRW Kundgebungen vor Moscheen abhalten und erneut werden die bisher schlecht oder unorganisierten bekennenden Nazis aus Steele, Borbeck und allen anderen Teilen Essens ihre menschenverachtende Propaganda in die Öffentlichkeit tragen und mit Angriffen auf Migrant_innen, Linke und alle, die nicht in ihr Weltbild passen, in die Tat umsetzen.
Dabei macht die Erfahrung deutlich:
Mit jedem Teil an Infrastruktur, das die Rechten dazu gewinnen, mit jedem Klamottenladen, in dem ihre Marken verkauft werden, mit jeder Kneipe, in der sie sich unbehelligt treffen und mit jedem Stadtrat, in dem ihre Vertreter_innen sitzen wird rechtes Auftreten salonfähiger.
Wenn „Oseberg“ hier stillschweigend geduldet wird, wird auch das Auftreten Rechter im Stadtbild immer offener und dreister.

Wir halten es für unerlässlich, einen progressiven, antifaschistischen Protest in Essen nicht nur gegen Thor Steinar zu etablieren. Ein weiteres Anliegen unsererseits ist es, in Essen endlich wieder selbstbestimmt und ohne Polizeirepression zu demonstrieren, was schon lange nicht mehr selbstverständlich ist.
Daher gilt es, am 10.April `10 auf die Straße zu gehen gegen Thor Steinar, „Oseberg“ und Essener Zustände.
„Say auf Wiedersehen to your naziwear!“
Gegen Thor Steinar, rechten Lifestyle und Essener Zustände!

Antifaschistische Demonstration am 10.04 in Essen
sayaufwiedersehen.blogsport.de
Wir bitten alle Beteiligten, unsere Demonstration nicht zu Wahlkampfzwecken zu nutzen und alle Parteifahnen zuhause zu lassen.

Zentrale Mobiseite ab heute online!

Die zentrale Mobiseite des Bündnis „Gegen rechten Lifestyle, Thor Steinar und Oseberg!“ ist nun Online!

Hier findet ihr in den folgenden Tagen
- den Aufruf
- Sticker und Plakatmotive
- Banner zum Verlinken
- News
- uvm.